Pressemitteilung zur Demonstration

Alle Infos zum 1. Mai in Freiburg und den Text zur Demonstration gibt’s im großen Übersichtsartikel

Pressemitteilung zur „Revolutionären 1. Mai Demonstration 2014“ in Freiburg

Am 1. Mai 2014 findet in Freiburg i. Br. die „Revolutionäre 1. Mai Demonstration“ statt unter dem Motto „Unsere Antwort auf die Krise: Die herrschaftsfreie, staaten- und klassenlose Weltgesellschaft“. Die Veranstaltung beginnt um 12:30 Uhr am Stühlinger Kirchplatz (Ecke Wannerstraße). Die Demonstration versteht sich als notwendige Alternative und Ergänzung zu den Veranstaltungen des DGB.

Anna Doepke, Pressesprecherin der Anarchistischen Gruppe Freiburg, sagt dazu: „Der DGB beschränkt sich in seiner Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen auf die Forderung nach ‚guter Arbeit‘ für alle und ein ’soziales Europa‘. Doch wie soll gute Arbeit aussehen, die immer als abhängige Lohnarbeit geleistet werden muss? Und wie kann ein Europa, das seine Grenzen militärisch abschottet, sozial sein?“

Die aufrufenden Gruppen vermissen bei den Gewerkschaften eine echte Zukunftsperspektive, die über Lohnforderungen und die Organisation von Volksfesten hinaus geht. Mit der revolutionären Demonstration soll diese fehlende Perspektive aufgezeigt werden. Im Aufruf zur Demonstration heißt dazu: „Unsere Antwort auf die Krise muss vielmehr die Abschaffung des Kapitalismus, der Kampf gegen die Festung Europa, gegen Staat und Nation sein.Wir erteilen allen reaktionären Kräften eine deutliche Absage. Unsere Antwort auf Faschismus und Rassismus heißt aktiver Antifaschismus und Antirassismus.“

Im Zuge der Krise erstarken in ganz Europa rechtspopulistische Bewegungen. Justus, aktiv in der Antifaschistischen Initiative Freiburg, sagt dazu: „ Das liegt daran, dass weite Teile der Gesellschaft nicht die Widersprüche im System, sondern andere Menschengruppen für die Krise verantwortlich machen.“ Dazu heißt es im Aufruf: „Solange man Volk oder Nation als scheinbar natürliche Form des menschlichen Zusammenlebens gefährdet sieht durch Einwanderung und einer zunehmenden Integration in den Weltmarkt, ist es kein Wunder, wenn wirtschaftlicher Chauvinismus und Ausgrenzung von Fremden als Lösung gesehen werden.“

Aktion Bleiberecht sagt dazu: „Ängste wie diese mögen verständlich sein, sie verkennen in ihrer Suche nach Sündenböcken und einfachen Erklärungen jedoch die tatsächlichen Ursachen der Krise. Zudem schlagen sie allzu leicht in offenen Hass um. Dieser Hass ermöglicht erst eine Festung Europa mit all ihren Konsequenzen. Durch ihn werden Menschenrechte relativ, sie gelten nicht mehr als universelle Rechte für alle sondern nur noch für jene, die den ‚richtigen‘ Pass besitzen.“

Abschließend heißt es im Aufruf: „Es ist absurd: Die Gesellschaft geht an ihrem Überfluss zu Grunde. Weil zu viele Waren mit immer weniger Arbeitskräften hergestellt werden können, versinken immer mehr Bevölkerungsgruppen und Weltregionen in Marginalisierung und Verelendung. Die technischen und materiellen Voraussetzungen zur Errichtung einer Gesellschaft, die die Grundbedürfnisse aller Menschen weltweit befriedigt, sind aber objektiv gegeben. Nutzen wir sie und organisieren wir unser Zusammenleben radikal anders!“